Amphibienlaichgebiet Altes Ziegeleiareal: Beweidungsversuch mit Schottischen Hochlandrindern & Erstellung Pflegeplan

Auftraggeber

Gemeinde Wittenbach

Zeitraum

2015 bis dato

Das Naturschutzgebiet «Altes Ziegeleiareal» ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und liegt im Süden der Gemeinde Wittenbach. Es ist umgeben von Siedlung und Wald und weist keine Pufferzonen auf. Wie der Name vermuten lässt, stand dort bis in die 1980er Jahre eine Ziegeleifabrik. Durch die entsprechenden Betriebstätigkeiten entstanden immer wieder neue Pionierflächen mit Tümpeln, welche die Ansiedlung von heute gefährdeten Arten (z. B. Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte) begünstigten. 

Infolge eines ersichtlichen Pflegerückstands wurden zwischen 2015 und 2016 korrigierende Massnahmen realisiert: Anlage von zahlreichen Kleingewässern, Entbuschung, Erstellung eines Pflegekonzepts etc. Weiter wurden die Amphibienarten erhoben. Es stellte sich heraus, dass die Gelbbauchunke nur noch in geringer Zahl im Gebiet vertreten ist. Da die für die Unken interessanten Kleingewässer in der Ziegelei schnell zuwachsen und verlanden, waren in der Folge periodische und kostspielige Baggereinsätze nötig. 2020-2022 lief ein Beweidungsversuch mit Schottischen Hochlandrindern. Ziel war es den Zustand der Kleingewässer zu erhalten und im Optimalfall auch Kosten in der Bewirtschaftung einzusparen.

Der Beweidungsversuch zeigte, dass wegen den allgemein wüchsigen Bedingungen eine reine Beweidung das Zuwachsen der Kleingewässer nicht verhindern kann und zusätzlich nach wie vor periodische Baggereingriffe nötig sein werden. Nichtsdestotrotz wurde die Beweidung per 2023 auf fast die doppelte Fläche ausgedehnt, da das Zuwachsen so verlangsamt und die Kosten gesenkt werden konnten. Ebenfalls wurde mit den vorhandenen Grundlagen ein verbindlicher Pflegeplan für das Gebiet erstellt. So soll die Gelbbauchunke bestmöglich gefördert werden. Das ambitionierte Ziel ist und bleibt die Population der Gelbbauchunke zu stärken.

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