Monitoring seltener Tier- und Pflanzenarten

Auftraggeber

Verein Pro Riet Rheintal

Zeitraum

2008 bis dato

Für den Verein Pro Riet Rheintal betreiben wir diverse Monitorings seltener Tier- oder Pflanzenarten. Ein Beispiel ist das Monitoring gefährdeter Tierarten im Raum Bannriet-Spitzmäder im St. Galler Rheintal. Hier werden in festgelegten Aufnahmerhythmen zehn verschiedene Tierarten untersucht, welche sich aufgrund der lokalen Bestandessituation bzw. ihrer Bedeutung besonders eignen (Amphibien, Tagfalter, Libellen und Heuschrecken). Das Monitoring soll die Populationen dieser besonders wichtigen Arten überwachen und einen Beitrag leisten zur Überprüfung der Gebietspflege. Die Bestände der Monitoringarten entwickelten sich seit Untersuchungsbeginn mehrheitlich wunschgemäss. Erwähnenswert ist die Erfolgsgeschichte der stark gefährdeten Kleinen Binsenjungfer Lestes virens vestalis (bis ca. 2020 galt sie noch als vom Aussterben bedroht), welche ihren Bestand vervielfachen konnte. Weitere Informationen sowie der Bericht 2018-2021 finden sich auf der Website von Pro Riet.

Ein weiteres Beispiel ist die periodische Erhebung des im Gebiet Bannriet-Spitzmäder vorkommenden Mittleren Sonnentaus Drosera intermedia. Diese fleischfressende Pflanzenart ist gemäss Roter Liste stark gefährdet und eine Charakterart für Übergangsmoore. Im St. Galler Rheintal war die Art nach 1985 verschollen, bis sie 1997 auf einer zuvor abhumusierten Fläche spontan auftauchte. Zur Risikoverteilung wurde die Art in den Folgejahren aktiv auf weitere geeignete Parzellen ausgebreitet und deren Pflege optimiert. Dank der Ausbreitung und der angepassten Pflege ist der Mittlere Sonnentau wieder gut im Raum Bannriet-Spitzmäder vertreten.

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